1und sprach: Des Menschen Sohn muß überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen.
2Und sie gedachten an seine Worte.
3Und sie gingen wieder vom Grabe und verkündigten das alles den Elfen und den andern allen.
4Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten.
5Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wären's Märlein, und glaubten ihnen nicht.
6Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und bückete sich hinein und sah die leinenen Tücher allein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge.
7Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus.
8Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.
9Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen.
10Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht kannten.
11Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig?
12Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist?
13Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk;
14wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget.
15Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist.
16Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind frühe bei dem Grabe gewesen,
17haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe.
18Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht.
19Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben!
20Mußte nicht Christus solches leiden und zu seiner HERRLIchkeit eingehen?
21Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
22Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er fürder gehen.
23Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.
24Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen.
25Da wurden ihre Augen geöffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.
26Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete?
27Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren,
28welche sprachen: Der HERR ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.
29Und sie erzähleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brot brach.
30Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!
31Sie erschraken aber und fürchteten sich, meineten, sie sähen einen Geist.
32Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?
33Sehet meine Hände und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe.
34Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hände und Füße.
35Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?
36Und sie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fisch und Honigseims.
37Und er nahm's und aß vor ihnen.
38Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen.
39Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstunden.
40Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage
41und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem.
42Ihr aber seid des alles Zeugen.
43Und siehe, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.
44Er führete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hände auf und segnete sie.
45Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.
46Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit großer Freude.
47Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.
48Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
49Dasselbige war im Anfang bei Gott.
50Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist.
51In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
52Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen.
53Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes.