1Zeuch mich dir nach, so laufen wir. Der König führet mich in seine Kammer. Wir freuen uns und sind fröhlich über dir; wir gedenken an deine Liebe mehr denn an den Wein. Die Frommen lieben dich.

2Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Töchter Jerusalems, wie die Hütten Kedars, wie die Teppiche Salomos.

3Sehet mich nicht an, daß ich so schwarz bin; denn die Sonne hat mich so verbrannt. Meiner Mutter Kinder zürnen mit mir. Man hat mich zur Hüterin der Weinberge gesetzt; aber meinen Weinberg, den ich hatte, habe ich nicht behütet.

4Sage mir an, du, den meine Seele liebet, wo du weidest, wo du ruhest im Mittage, daß ich nicht hin und her gehen müsse bei den Herden deiner Gesellen.

5Kennest du dich nicht, du Schönste unter den Weibern, so gehe hinaus auf die Fußtapfen der Schafe und weide deine Böcke bei den Hirtenhäusern.

6Ich gleiche dich, meine Freundin, meinem reisigen Zeuge an den Wagen Pharaos.

7Deine Backen stehen lieblich in den Spangen und dein Hals in den Ketten.

8Wir wollen dir güldene Spangen machen mit silbernen Pöcklein.

9Da der König sich herwandte, gab meine Narde seinen Geruch.

10Mein Freund ist mir ein Büschel Myrrhen, das zwischen meinen Brüsten hanget.

11Mein Freund ist mir eine Traube Kopher in den Weingärten zu Engeddi.

12Siehe, meine Freundin, du bist schön, schön bist du; deine Augen sind wie Taubenaugen.

13Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich. Unser Bett grünet.

14Unserer Häuser Balken sind Zedern, unsere Latten sind Zypressen.

15Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal.

16Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.

17Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bäumen, so ist mein Freund unter den Söhnen. Ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seine Frucht ist meiner Kehle süß.