16Denn Paulus hatte es sich vorgenommen (entschieden), an Ephesus vorbei zu fahren, um keine Zeit in der Provinz Asien zu verlieren; denn er beeilte sich, um am Tag des Pfingstfestes in Jerusalem zu sein, wenn es ihm möglich ist.
17Von Milet aus sandte er eine Nachricht nach Ephesus, um die Ältesten der Kirche zu sich kommen zu lassen.
18Als sie bei ihm angekommen waren, sagte er ihnen: „''Ihr'' wisst, wie von dem ersten Tag an, als ich Asien betrat, die ganze Zeit (immer) mit (bei) euch gewesen bin,
19indem ich dem Herrn diente mit aller Demut (Bescheidenheit) und unter Tränen und Versuchungen (Prüfungen, Anfechtungen), die mir entgegentraten (begegneten) in den Anschlägen der Juden.
20Ihr wisst auch, wie ich nichts von dem zurückhielt (vorenthielt, verschwieg), was für euch hilfreich ist, indem ich es nicht verkündige. Nein, ich habe euch gelehrt öffentlich und in euren Häusern,
21indem ich sowohl den Juden als auch den Griechen eindrücklich bezeugte, dass sie zu Gott umkehren und an unseren Herrn Jesus Christus glauben sollen.
22Und nun, siehe, weil ich an den Geist gebunden (gefesselt) bin, gehe ich nach Jerusalem und weiß nicht, welche Dinge mir dort geschehen werden.
23Ich weiß nur, dass der Heilige Geist mir in jeder Stadt sagt, dass mich Fesseln und Bedrängnis erwarten.
24Aber mein Leben ist nicht der Rede wert. Wenn ich nur meinen Lauf (Wettlauf) vollenden (beenden) könnte, den Dienst, den ich durch den Herrn Jesus bekommen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen!
25Und nun, siehe, ''ich'' weiß (bin mir sicher), dass keiner mehr mein Angesicht sehen wird, ihr alle, unter denen ich das Königreich Gottes verkündet (gepredigt) habe.
26Darum bezeuge ich an diesem Tag, dass ich rein (unschuldig) bin von dem Blut aller.
27Denn ich habe nicht verschwiegen, sondern euch den ganzen Willen (Absicht, Plan) Gottes verkündet.
28Richtet euren Sinn (Gebt acht) auf euch selbst und die ganze Herde, in der euch der Heiligen Geist zu Aufseher (Bischöfe, Hirten, Pastoren) bestellt hat, damit ihr die Gemeinde Gottes weidet (für sie sorgt), die er erwählt hat durch sein eigenes Blut.
29''Ich'' weiß, dass mit meiner Abreise immer wieder gefährliche Wölfe hereinbrechen werden in eurer Mitte. Sie werden die Herde nicht verschonen.
30Und aus euch selbst (aus eurer Mitte) werden Menschen auftreten, die Verdrehtes reden, um die Jünger wegzuziehen hinter ihnen her.
31Darum wachet; erinnert euch daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufhörte, jeden von euch unter Tränen zu ermahnen.
32Und nun vertraue ich euch Gott und dem Wort (Botschaft) seiner Gnade an, das kräftig (fähig) ist, euch aufzubauen und euch das Erbteil (Erbe) unter allen Geheiligten zu geben.
33Silber oder Gold oder Kleidung habe ich von niemandem verlangt (begehrt).
34Ihr selbst wisst, dass meinen Bedürfnissen und denen, die mit mir waren, diese meine Hände gedient haben.
35Alles habe ich euch gezeigt, dass während man arbeitet (sich abmüht), es notwendig ist, den Schwachen (Kranken) zu helfen und das Wort des Herrn Jesu zu erinnern, der selbst sagte: 'Geben ist seliger (macht glücklicher) als Nehmen.'“
36Und als er das gesagt hatte, kniete er sich hin und betete mit ihnen allen.
37Danach fingen alle laut (stark, viel) an zu weinen, sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn immer wieder.
38Am meisten bekümmerte sie {das Wort}, dass er {ihnen} gesagt hatte, dass sie ihn nicht mehr persönlich sehen werden. Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.