1Denn es wird sich empören ein Volk über das andere und ein Königreich über das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder.

2Da wird sich allererst die Not anheben.

3Alsdann werden sie euch überantworten in Trübsal und werden euch töten. Und ihr müsset gehasset werden um meines Namens willen von allen Völkern.

4Dann werden sich viele ärgern und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.

5Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele verführen.

6Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.

7Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.

8Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker; und dann wird das Ende kommen.

9Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Stätte (wer das lieset, der merke darauf!),

10alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist;

11und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen;

12und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen.

13Wehe aber den Schwangern und Säugerinnen zu der Zeit!

14Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat,

15Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und als auch nicht werden wird.

16Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt.

17So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus oder da! so sollt ihr's nicht glauben.

18Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführet werden in den Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten.

19Siehe, ich hab's euch zuvor gesagt!

20Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste! so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht.

21Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

22Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

23Bald aber nach der Trübsal derselbigen Zeit werden Sonne und Mond den Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen.

24Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und HERRLIchkeit.

25Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels zu dem andern.

26An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnet, so wisset ihr, daß der Sommer nahe ist.

27Also auch, wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.

28Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß dieses alles geschehe.

29Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

30Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel nicht im Himmel, sondern allein mein Vater.

31Gleich aber wie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

32Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie aßen, sie tranken, sie freieten und ließen sich freien bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging,

33und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.

34Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der andere wird verlassen werden.

35Zwo werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen und die andere wird verlassen werden.

36Darum wachet! Denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer HERR kommen wird.

37Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüßte, welche Stunde der Dieb kommen wollte, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen lassen.

38Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu einer Stunde, da ihr nicht meinet.

39Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den sein HERR gesetzt hat über sein Gesinde, daß er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe?

40Selig ist der Knecht, wenn sein HERR kommt und findet ihn also tun!

41Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn über alle seine Güter setzen.

42So aber jener, der böse Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein HERR kommt noch lange nicht,

43und fähet an zu schlagen seine Mitknechte, isset und trinket mit den Trunkenen:

44so wird der HERR desselbigen Knechts kommen an dem Tage, des er sich nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meinet,

45und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den Heuchlern. Da wird sein Heulen und Zähneklappen.

46Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und gingen aus dem Bräutigam entgegen.

47Aber fünf unter ihnen waren töricht, und fünf waren klug.

48Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Öl mit sich.

49Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.

50Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und entschliefen.

51Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus ihm entgegen!

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