1Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen HERRN, nicht versuchen.

2Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigete ihm alle Reiche der Welt und ihre HERRLIchkeit

3und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest.

4Da sprach Jesus zu ihm: Heb' dich weg von mir, Satan! Denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen.

5Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm.

6Da nun Jesus hörete, daß Johannes überantwortet war, zog er in das galiläische Land.

7und verließ die Stadt Nazareth, kam und wohnete zu Kapernaum, die da liegt am Meer, an den Grenzen Zabulons und Nephthalims,

8auf daß erfüllet würde, was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht:

9Das Land Zabulon und das Land Nephtalim am Wege des Meers, jenseit des Jordans, und das heidnische Galiläa,

10das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und die da saßen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.

11Von der Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße; das Himmelreich ist nahe herbeikommen!

12Als nun Jesus an dem Galiläischen Meer ging, sah er zwei Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.

13Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; sich will euch zu Menschenfischern machen.

14Bald verließen sie ihre Netze und folgeten ihm nach.

15Und da er von dannen fürbaß ging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten; und er rief sie.

16Bald verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.

17Und Jesus ging umher im ganzen galiläischen Lande, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei Seuche und Krankheit im Volk.

18Und sein Gerücht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die Besessenen die Mondsüchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie alle gesund.

19Und es folgete ihm nach viel Volks aus Galiläa, aus den zehn Städten, von Jerusalem, aus dem jüdischen Lande und von jenseit des Jordans.

20Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.

21Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach:

22Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.

23Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.

24Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.

25Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.

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