1daß die Albernen witzig und die Jünglinge vernünftig und vorsichtig werden.

2Wer weise ist, der höret zu und bessert sich; und wer verständig ist, der läßt ihm raten,

3daß er vernehme die Sprüche und ihre Deutung, die Lehre der Weisen und ihre Beispiele.

4Des HERRN Furcht ist Anfang zu lernen. Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht.

5Mein Kind gehorche der Zucht deines Vaters und verlaß nicht das Gebot deiner Mutter!

6Denn solches ist ein schöner Schmuck deinem Haupt und eine Kette an deinem Halse.

7Mein Kind, wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht!

8Wenn sie sagen: Gehe mit uns, wir wollen auf Blut lauern und den Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;

9wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Hölle, und die Frommen, als die hinunter in die Grube fahren;

10wir wollen groß Gut finden; wir wollen unsere Häuser mit Raube füllen;

11wage es mit uns; es soll unser aller ein Beutel sein:

12mein Kind, wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fuß von ihrem Pfad!

13Denn ihre Füße laufen zum Bösen und eilen, Blut zu vergießen.

14Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vögel.

15Auch lauern sie selbst untereinander auf ihr Blut, und stellet einer dem andern nach dem Leben.

16Also tun alle Geizigen, daß einer dem andern das Leben nimmt.

17Die Weisheit klagt draußen und läßt sich hören auf den Gassen.

18Sie ruft in der Tür am Tor vorne unter dem Volk; sie redet ihre Worte in der Stadt:

19Wie lange wollt ihr Albernen albern sein und die Spötter Lust zu Spötterei haben und die Ruchlosen die Lehre hassen?

20Kehret euch zu meiner Strafe! Siehe, ich will euch heraussagen meinen Geist und euch meine Worte kundtun.

21Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch; ich recke meine Hand aus, und niemand achtet drauf,

22und laßt fahren allen meinen Rat und wollt meiner Strafe nicht:

23so will ich auch lachen in eurem Unfall und euer spotten, wenn da kommt, das ihr fürchtet,

24wenn über euch kommt wie ein Sturm, das ihr fürchtet, und euer Unfall als ein Wetter, wenn über euch Angst und Not kommt.

25Dann werden sie mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich frühe suchen und nicht finden.

26Darum daß sie hasseten die Lehre und wollten des HERRN Furcht nicht haben,

27wollten meines Rats nicht und lästerten alle meine Strafe,

28so sollen sie essen von den Früchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden.

29Das die Albernen gelüstet, tötet sie, und der Ruchlosen Glück bringt sie um.

30Wer aber mir gehorchet, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglück fürchten.

31Mein Kind, willst du meine Rede annehmen und meine Gebote bei dir behalten,

32so laß dein Ohr auf Weisheit achthaben und neige dein Herz mit Fleiß dazu.

33Denn so du mit Fleiß danach rufest und darum betest,