1Der HERR macht alles um sein selbst willen, auch den Gottlosen zum bösen Tage.

2Ein stolz Herz ist dem HERRN ein Greuel und wird nicht ungestraft bleiben, wenn sie sich gleich alle aneinander hängen.

3Durch Güte und Treue wird Missetat versöhnet; und durch die Furcht des HERRN meidet man das Böse.

4Wenn jemands Wege dem HERRN wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde mit ihm zufrieden.

5Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommens mit Unrecht.

6Des Menschen Herz schlägt seinen Weg an, aber der HERR allein gibt, daß er fortgehe.

7Weissagung ist in dem Munde des Königs; sein Mund fehlet nicht im Gericht.

8Rechte Waage und Gewicht ist vom HERRN; und alle Pfunde im Sack sind seine Werke.

9Vor den Königen unrecht tun, ist ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit wird der Thron bestätiget.

10Recht raten gefällt den Königen; und wer gleich zu rät, wird geliebet.

11Des Königs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn versöhnen.

12Wenn des Königs Angesicht freundlich ist, das ist Leben; und seine Gnade ist wie ein Abendregen.

13Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser weder Gold, und Verstand haben ist edler denn Silber.

14Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahret, der behält sein Leben.

15Wer zugrund gehen soll, der wird zuvor stolz; und stolzer Mut kommt vor dem Fall.

16Es ist besser niedriges Gemüts sein mit den Elenden, denn Raub austeilen mit den Hoffärtigen.

17Wer eine Sache klüglich führet, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verläßt.

18Ein Verständiger wird gerühmet für einen weisen Mann, und liebliche Reden lehren wohl.

19Klugheit ist ein lebendiger Brunn dem, der sie hat; aber die Zucht der Narren ist Narrheit.

20Ein weises Herz redet klüglich und lehret wohl.

21Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trösten die Seele und erfrischen die Gebeine.

22Manchem gefällt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum Tode.

23Mancher kommt zu großem Unglück durch sein eigen Maul.

24Ein loser Mensch gräbt nach Unglück, und in seinem Maul brennet Feuer.

25Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht Fürsten uneins.

26Ein Frevler locket seinen Nächsten und führet ihn auf keinen guten Weg.

27Wer mit den Augen winkt, denkt nicht Gutes; und wer mit den Lippen deutet, vollbringet Böses.

28Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der Gerechtigkeit funden werden.

29Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Muts HERR ist, denn der Städte gewinnet.

30Los wird geworfen in den Schoß; aber es fället, wie der HERR will.

31Es ist ein trockner Bissen, daran man sich genügen läßt, besser denn ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader.

32Ein kluger Knecht wird herrschen über unfleißige Erben und wird unter den Brüdern das Erbe austeilen.

33Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prüfet der HERR die Herzen.