1O, nicht den Königen, Lamuel, gib den Königen nicht Wein zu trinken noch den Fürsten stark Getränke.

2Sie möchten trinken und der Rechte vergessen und verändern die Sache irgend der elenden Leute.

3Gebet stark Getränke denen, die umkommen sollen, und den Wein den betrübten Seelen,

4daß sie trinken und ihres Elendes vergessen und ihres Unglücks nicht mehr gedenken.

5Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.

6Tu deinen Mund auf und richte recht und räche den Elenden und Armen.

7Wem ein tugendsam Weib bescheret ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen.

8Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln.

9Sie tut ihm Liebes und kein Leides sein Leben lang.

10Sie gehet mit Wolle und Flachs um und arbeitet gerne mit ihren Händen.

11Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt.

12Sie stehet des Nachts auf und gibt Futter ihrem Hause und Essen ihren Dirnen.

13Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Früchten ihrer Hände.

14Sie gürtet ihre Lenden fest und stärkt ihre Arme.

15Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlöscht des Nachts nicht.

16Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel.

17Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reichet ihre Hand dem Dürftigen.

18Sie fürchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee, denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider.

19Sie macht ihr selbst Decken; weiße Seide und Purpur ist ihr Kleid.

20Ihr Mann ist berühmt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes.

21Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Gürtel gibt sie dem Krämer.

22Ihr Schmuck ist, daß sie reinlich und fleißig ist; und wird hernach lachen.

23Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre.

24Sie schauet, wie es in ihrem Hause zugehet, und isset ihr Brot nicht mit Faulheit.

25Ihre Söhne kommen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie.

26Viele Töchter bringen Reichtum; du aber übertriffst sie alle.

27Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN fürchtet, soll man loben.

28Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände; und ihre Werke werden sie loben in den Toren.

29Dies sind die Reden des Predigers, des Sohns Davids, des Königs zu Jerusalem.

30Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.

31Was hat der Mensch mehr von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne?