1Ein Böser achtet auf böse Mäuler, und ein Falscher gehorcht gerne schädlichen Zungen.

2Wer des Dürftigen spottet, der höhnet desselben Schöpfer; und wer sich seines Unfalls freuet, wird nicht ungestraft bleiben.

3Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Väter.

4Es stehet einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel weniger einem Fürsten, daß er gerne lüget.

5Wer zu schenken hat, dem ist's wie ein Edelstein; wo er sich hinkehret, ist er klug geachtet.

6Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Fürsten uneins.

7Schelten schreckt mehr an dem Verständigen denn hundert Schläge an dem Narren.

8Ein bitterer Mensch trachtet Schaden zu tun; aber es wird ein grausamer Engel über ihn kommen.

9Es ist besser, einem Bären begegnen, dem die Jungen geraubet sind, denn einem Narren in seiner Narrheit.

10Wer Gutes mit Bösem vergilt, von des Hause wird Böses nicht lassen.

11Wer Hader anfähet, ist gleich, als der dem Wasser den Damm aufreißt. Laß du vom Hader, ehe du drein gemenget wirst.

12Wer den Gottlosen recht spricht und den Gerechten verdammet, die sind beide dem HERRN ein Greuel.

13Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch ein Narr ist?

14Ein Freund liebet allezeit, und ein Bruder wird in der Not erfunden.

15Es ist ein Narr, der an die Hand gelobet und Bürge wird für seinen Nächsten.

16Wer Zank liebt, der liebt Sünde; und wer seine Tür hoch macht, ringet nach Unglück.

17Ein verkehrt Herz findet nichts Gutes, und der verkehrter Zunge ist, wird in Unglück fallen.

18Wer einen Narren zeuget, der hat Grämen, und eines Narren Vater hat keine Freude.

19Ein fröhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrübter Mut vertrocknet das Gebeine.

20Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des Rechts.

21Ein Verständiger gebärdet weislich; ein Narr wirft die Augen hin und her.

22Ein närrischer Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrübnis seiner Mutter, die ihn geboren hat.

23Es ist nicht gut, daß man den Gerechten schindet, den Fürsten zu schlagen, der recht regieret.

24Ein Vernünftiger mäßiget seine Rede, und ein verständiger Mann ist eine teure Seele.

25Ein Narr, wenn er schwiege, würde auch weise gerechnet und verständig, wenn er das Maul hielte.

26Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet, und setzt sich wider alles, was gut ist.

27Ein Narr hat nicht Lust am Verstand, sondern was in seinem Herzen steckt.

28Wo der Gottlose hinkommt, da kommt Verachtung und Schmach mit Hohn.