1Antworte dem Narren nicht mich seiner Narrheit, daß du ihm nicht auch gleich werdest.
2Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, daß er sich nicht weise lasse dünken.
3Wer eine Sache durch einen törichten Boten ausrichtet, der ist wie ein Lahmer an Füßen und nimmt Schaden.
4Wie einem Krüppel das Tanzen, also stehet den Narren an, von Weisheit reden.
5Wer einem Narren Ehre anlegt, das ist, als wenn einer einen Edelstein auf den Rabenstein würfe.
6Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eines Trunkenen Hand sticht.
7Ein guter Meister macht ein Ding recht; aber wer einen Hümpler dinget, dem wird's verderbt.
8Wie ein Hund sein Gespeietes wieder frißt, also ist der Narr, der seine Narrheit wieder treibt.
9Wenn du einen siehest, der sich weise dünket, da ist an einem Narren mehr Hoffnung denn an ihm.
10Der Faule spricht: Es ist ein junger Löwe auf dem Wege und ein Löwe auf den Gassen.
11Ein Fauler wendet sich im Bette wie die Tür in der Angel.
12Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, daß er sie zum Munde bringe.
13Ein Fauler dünkt sich weiser denn sieben, die da Sitten lehren.
14Wer vorgehet und sich menget in fremden Hader, der ist wie einer, der den Hund bei den Ohren zwacket.
15Wie einer heimlich mit Geschoß und Pfeilen schießt und tötet,
16also tut ein falscher Mensch mit seinem Nächsten und spricht danach: Ich habe gescherzt.
17Wenn nimmer Holz da ist, so verlöscht das Feuer, und wenn der Verleumder weg ist, so höret der Hader auf.
18Wie die Kohlen eine Glut und Holz ein Feuer, also richtet ein zänkischer Mann Hader an.
19Die Worte des Verleumders sind wie Schläge und sie gehen durchs Herz.
20Giftiger Mund und böses Herz ist wie ein Scherben mit Silberschaum überzogen.
21Der Feind wird erkannt bei seiner Rede, wiewohl er im Herzen falsch ist.
22Wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es sind sieben Greuel in seinem Herzen.
23Wer den Haß heimlich hält, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der Gemeine offenbar werden.
24Wer eine Grube macht, der wird dreinfallen; und wer einen Stein wälzet, auf den wird er kommen.
25Eine falsche Zunge hasset, der ihn strafet; und ein Heuchelmaul richtet Verderben an.
26Rühme dich nicht des morgenden Tages; denn du weißest nicht, was heute sich begeben mag.
27Laß dich einen andern loben und nicht deinen Mund, einen Fremden und nicht deine eigenen Lippen.
28Stein ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn die beiden.