1Um der Kälte willen will der Faule nicht pflügen; so muß er in der Ernte betteln und nichts kriegen.

2Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein Verständiger kann's merken, was er meinet.

3Viele Menschen werden fromm gerühmet; aber wer will finden einen, der rechtschaffen fromm sei?

4Ein Gerechter, der in seiner Frömmigkeit wandelt, des Kindern wird's wohlgehen nach ihm.

5Ein König, der auf dem Stuhl sitzt zu richten, zerstreuet alles Arge mit seinen Augen.

6Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde?

7Mancherlei Gewicht und Maß ist beides Greuel dem HERRN.

8Auch kennet man einen Knaben an seinem Wesen, ob er fromm und redlich werden will.

9Ein hörend Ohr und sehend Auge, die macht beide der HERR.

10Liebe den Schlaf nicht, daß du nicht arm werdest; laß deine Augen wacker sein, so wirst du Brots genug haben.

11Böse, böse! spricht man, wenn man's hat; aber wenn's weg ist, so rühmet man es denn.

12Es ist Gold und viel Perlen; aber ein vernünftiger Mund ist ein edel Kleinod.

13Nimm dem sein Kleid, der für einen anderen Bürge wird, und pfände ihn um des Unbekannten willen.

14Das gestohlene Brot schmeckt jedermann wohl; aber hernach wird ihm der Mund voll Kieseling werden.

15Anschläge bestehen, wenn man sie mit Rat führet; und Krieg soll man mit Vernunft führen.

16Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem Verleumder und mit dem falschen Maul.

17Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlöschen mitten in Finsternis.

18Das Erbe, danach man zuerst sehr eilet, wird zuletzt nicht gesegnet sein.

19Sprich nicht: Ich will Böses vergelten. Harre des HERRN, der wird dir helfen.

20Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem HERRN, und eine falsche Waage ist nicht gut.

21Jedermanns Gänge kommen vom HERRN. Welcher Mensch verstehet seinen Weg?

22Es ist dem Menschen ein Strick, das Heilige lästern und danach Gelübde suchen.

23Ein weiser König zerstreuet die Gottlosen und bringet das Rad über sie.

24Die Leuchte des HERRN ist des Menschen Odem; die gehet durchs ganze Herz.

25Fromm und wahrhaftig sein behüten den König, und sein Thron bestehet durch Frömmigkeit.

26Der Jünglinge Stärke ist ihr Preis; und grau Haar ist der Alten Schmuck.

27Man muß dem Bösen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlägen, die man fühlet.

28Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche, und er neiget es, wohin er will.

29Einen jeglichen dünkt sein Weg recht sein; aber allein der HERR macht die Herzen gewiß.

30Wohl und recht tun ist dem HERRN lieber denn Opfer.