1die irregingen in der Wüste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten,
2hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet;
3und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren Ängsten
4und führete sie einen richtigen Weg, daß sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten:
5die sollen dem HERRN danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
6daß er sättiget die durstige Seele und füllet die hungrige Seele mit Gutem.
7Die da sitzen mußten in Finsternis und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen,
8darum daß sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des Höchsten geschändet hatten;
9darum mußte ihr Herz mit Unglück geplagt werden, daß sie dalagen, und ihnen niemand half;
10und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Ängsten
11und sie aus der Finsternis und Dunkel führete und ihre Bande zerriß:
12die sollen dem HERRN danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
13daß er zerbricht eherne Türen und zerschlägt eiserne Riegel.
14Die Narren, so geplaget waren um ihrer Übertretung willen und um ihrer Sünde willen,
15daß ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank;
16und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren Ängsten;
17er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, daß sie nicht starben:
18die sollen dem HERRN danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
19und Dank opfern und erzählen seine Werke mit Freuden.
20Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in großen Wassern;
21die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer,
22wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub,
23und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, daß ihre Seele vor Angst verzagte,
24daß sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wußten keinen Rat mehr;
25und sie zum HERRN schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren Ängsten führete
26und stillete das Ungewitter, daß die Wellen sich legten,
27und sie froh wurden, daß es stille worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch:
28die sollen dem HERRN danken um seine Güte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,
29und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten rühmen.
30Die, welchen ihre Bäche vertrocknet und die Wasserquellen versieget waren,
31daß ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die drinnen wohneten;
32und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im dürren Lande Wasserquellen;
33und die Hungrigen dahin gesetzt hat, daß sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen könnten,
34und Acker besäen und Weinberge pflanzen möchten und die jährlichen Früchte kriegten;
35und er sie segnete, daß sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes gab;
36die, welch niedergedrückt und geschwächt waren von dem Bösen, der sie gezwungen und gedrungen hatte,
37da Verachtung auf die Fürsten geschüttet war, daß alles irrig und wüste stund;
38und er den Armen schützte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde mehrete.
39Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden.
40Wer ist weise und behält dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat der HERR erzeiget.
41Ein Psalmlied Davids.
42Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch.
43Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf sein.