1Dafür, daß ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.

2Sie beweisen mir Böses um Gutes und Haß um Liebe.

3Setze Gottlose über ihn; und der Satan müsse stehen zu seiner Rechten!

4Wer sich denselben lehren läßt, des Leben müsse gottlos sein, und sein Gebet müsse Sünde sein.

5Seiner Tage müssen wenig werden, und sein Amt müsse ein anderer empfangen.

6Seine Kinder müssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.

7Seine Kinder müssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die verdorben sind.

8Es müsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde müssen seine Güter rauben.

9Und niemand müsse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen.

10Seine Nachkommen müssen ausgerottet werden; ihr Name müsse im andern Glied vertilget werden.

11Seiner Väter Missetat müsse gedacht werden vor dem HERRN, und seiner Mutter Sünde müsse nicht ausgetilget werden.

12Der HERR müsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedächtnis müsse ausgerottet werden auf Erden,

13darum daß er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und den Betrübten, daß er ihn tötete.

14Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte des Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.

15Und zog an den Fluch wie sein Hemd; und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser und wie Öl in seine Gebeine.

16So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Gürtel, da er sich allewege mit gürte.

17So geschehe denen vorn HERRN, die mir wider sind, und reden Böses wider meine Seele.

18Aber du, HERR HERR, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine Gnade ist mein Trost; errette mich!

19Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist erschlagen in mir.

20Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjaget wie die Heuschrecken.

21Meine Kniee sind schwach von Fasten; und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.

22Und ich muß ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schütteln sie ihren Kopf.

23Stehe mir bei, HERR, mein Gott; hilf mir nach deiner Gnade,

24daß sie inne werden, daß dies sei deine Hand, daß du, HERR, solches tust.

25Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so müssen sie zuschanden werden; aber dein Knecht müsse sich freuen.

26Meine Widersacher müssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.

27Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn rühmen unter vielen;

28denn er stehet dem Armen zur Rechten, daß er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.

29Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege.

30Der HERR wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. HERRSChe unter deinen Feinden!

31Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenröte.