1Deine Widerwärtigen brüllen in deinen Häusern und setzen ihre Götzen drein.

2Man siehet die Äxte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet,

3und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten.

4Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden.

5Sie sprechen in ihrem Herzen: Laßt uns sie plündern! Sie verbrennen alle Häuser Gottes im Lande.

6Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr.

7Ach, Gott, wie lange soll der Widerwärtige schmähen und der Feind deinen Namen so gar verlästern?

8Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Schoß so gar?

9Aber Gott ist mein König von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht.

10Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Köpfe der Drachen im Wasser.

11Du zerschlägst die Köpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Einöde.

12Du lässest quellen Brunnen und Bäche; du lässest versiegen starke Ströme.

13Tag und Nacht ist dein; du machest, daß beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben.

14Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du.

15So gedenke doch des, daß der Feind den HERRN schmähet, und ein töricht Volk lästert deinen Namen.

16Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen.

17Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jämmerlich verheeret, und die Häuser sind zerrissen.

18Laß den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden rühmen deinen Namen.

19Mache dich auf, Gott, und führe aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir täglich von den Toren widerfähret.

20Vergiß nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerwärtigen wird je länger je größer.

21Ein Psalm und Lied Assaphs, daß er nicht umkäme, vorzusingen.

22Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkündigen deine Wunder, daß dein Name so nahe ist.

23Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten.