1und so trotziglich reden, und alle Übeltäter sich so rühmen?

2HERR, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.

3Witwen und Fremdlinge erwürgen sie und töten die Waisen

4und sagen: Der HERR siehet's nicht und der Gott Jakobs achtet's nicht.

5Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?

6Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?

7Der die Heiden züchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen lehret, was sie wissen.

8Aber der HERR weiß die Gedanken der Menschen, daß sie eitel sind.

9Wohl dem, den du, HERR, züchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz,

10daß er Geduld habe, wenn's übel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde.

11Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen noch sein Erbe verlassen.

12Denn Recht muß doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen.

13Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die Übeltäter?

14Wo der HERR mir nicht hülfe, so läge meine Seele schier in der Stille.

15Ich sprach: Mein Fuß hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HERR, hielt mich.

16Ich hatte viel Bekümmernisse in meinem Herzen; aber deine Tröstungen ergötzeten meine Seele.

17Du wirst ja nimmer eins mit dem schädlichen Stuhl, der das Gesetz übel deutet.

18Sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut.

19Aber der HERR ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht.

20Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

21Kommt herzu, laßt uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils!

22Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!

23Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.