1Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte.
2Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer.
3Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkündigen; denn Gott ist Richter. Sela.
4Höre, mein Volk, laß mich reden, Israel; laß mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.
5Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir.
6Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Böcke aus deinen Ställen;
7denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.
8Ich kenne alles Gevögel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir.
9Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist.
10Meinest du, daß ich Ochsenfleisch essen wolle, oder Bocksblut trinken?
11Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde!
12Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.
13Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkündigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
14so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
15Wenn du einen Dieb siehest, so läufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.
16Dein Maul lässest du Böses reden, und deine Zunge treibet Falschheit.
17Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du.
18Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
19Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, daß ich nicht einmal hinreiße, und sei kein Retter mehr da.
20Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes.
21Ein Psalm Davids, vorzusingen,
22da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen.
23Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit!