1meine Lippen sollen nichts Unrechts reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
2Das sei ferne von mir, daß ich euch recht gebe; bis daß mein Ende kommt, will ich nicht weichen von meiner Frömmigkeit.
3Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halber.
4Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der sich wider mich auflehnet, ein Ungerechter.
5Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers, daß er so geizig ist, und Gott doch seine Seele hinreißet?
6Meinest du, daß Gott sein Schreien hören wird, wenn die Angst über ihn kommt?
7Wie kann er an dem Allmächtigen Lust haben und Gott etwa anrufen?
8Ich will euch lehren von der Hand Gottes; und was bei dem Allmächtigen gilt, will ich nicht verhehlen.
9Siehe, ihr haltet euch alle für klug. Warum gebt ihr denn solch unnütze Dinge vor?
10Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der Tyrannen, das sie von dem Allmächtigen nehmen werden.
11Wird er viel Kinder haben, so werden sie des Schwerts sein; und seine Nachkömmlinge werden des Brots nicht satt haben.
12Seine Übrigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden nicht weinen.
13Wenn er Geld zusammenbringet wie Erde und sammelt Kleider wie Leimen,
14so wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und der Unschuldige wird das Geld austeilen.
15Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hüter einen Schauer machet.
16Der Reiche, wenn er sich legt, wird er's nicht mitraffen; er wird seine Augen auftun, und da wird nichts sein.
17Es wird ihn Schrecken überfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das Ungewitter wegnehmen.
18Der Ostwind wird ihn wegführen, daß er dahinfähret, und Ungestüm wird ihn von seinem Ort treiben.
19Er wird solches über ihn führen und wird sein nicht schonen; es wird ihm alles aus seinen Händen entfliehen.
20Man wird über ihn mit den Händen klappen und über ihn zischen, da er gewesen ist.
21Es hat das Silber seine Gänge und das Gold seinen Ort, da man es schmelzt.
22Eisen bringet man aus der Erde, und aus den Steinen schmelzt man Erz.
23Es wird je des Finstern etwa ein Ende, und jemand findet ja zuletzt den Schiefer tief verborgen.