1Haben deine Söhne vor ihm gesündiget, so hat er sie verstoßen um ihrer Missetat willen.

2So du aber dich beizeiten zu Gott tust und dem Allmächtigen flehest,

3und du so rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten die Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen;

4und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach fast zunehmen.

5Denn frage die vorigen Geschlechter und nimm dir vor, zu forschen ihre Väter.

6(Denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unser Leben ist ein Schatten auf Erden.)

7Sie werden dich's lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen hervorbringen.

8Kann auch das Schilf aufwachsen, wo es nicht feucht stehet, oder Gras wachsen ohne Wasser?

9Sonst wenn's noch in der Blüte ist, ehe es abgehauen wird, verdorret es, ehe denn man Heu machet.

10So geht es allen denen, die Gottes vergessen, und die Hoffnung der Heuchler wird verloren sein.

11Denn seine Zuversicht vergehet, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe.

12Er verlässet sich auf sein Haus und wird doch nicht bestehen; er wird sich dran halten, aber doch nicht stehen bleiben.

13Es hat wohl Früchte, ehe denn die Sonne kommt; und Reiser wachsen hervor in seinem Garten.

14Seine Saat stehet dicke bei den Quellen und sein Haus auf Steinen.

15Wenn er ihn aber verschlinget von seinem Ort, wird er sich gegen ihn stellen, als kennete er ihn nicht.

16Siehe, das ist die Freude seines Wesens; und werden andere aus dem Staube wachsen.

17Darum siehe, daß Gott nicht verwirft die Frommen und erhält nicht die Hand der Boshaftigen,

18bis daß dein Mund voll Lachens werde und deine Lippen voll Jauchzens.

19Die dich aber hassen; werden zuschanden werden, und der Gottlosen Hütte wird nicht bestehen.

20Hiob antwortete und sprach:

21Ja, ich weiß fast wohl, daß also ist, daß ein Mensch nicht rechtfertig bestehen mag gegen Gott.

22Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins antworten.