1Denn Elihu hatte geharret, bis daß sie mit Hiob geredet hatten, weil sie älter waren denn er.

2Darum, da er sah, daß keine Antwort war im Munde der drei Männer, ward er zornig.

3Und so antwortete Elihu, der Sohn Baracheels, von Bus, und sprach: Ich bin jung, ihr aber seid alt; darum hab ich mich gescheuet und gefürchtet, meine Kunst an euch zu beweisen.

4Ich dachte: Laß die Jahre reden, und die Menge des Alters laß Weisheit beweisen.

5Aber der Geist ist in den Leuten, und der Odem des Allmächtigen macht sie verständig.

6Die Großen sind nicht die Weisesten, und die Alten verstehen nicht das Recht.

7Darum will ich auch reden; höre mir zu! Ich will meine Kunst auch sehen lassen.

8Siehe, ich habe geharret, daß ihr geredet habt; ich habe aufgemerkt auf euren Verstand, bis ihr träfet die rechte Rede,

9und habe achtgehabt auf euch; aber siehe, da ist keiner unter euch, der Hiob strafe oder seiner Rede antworte.

10Ihr werdet vielleicht sagen: Wir haben die Weisheit getroffen, daß Gott ihn verstoßen hat, und sonst niemand.

11Die Rede tut mir nicht genug; ich will ihm nicht so nach eurer Rede antworten.

12Ach! sie sind verzagt, können nicht mehr antworten, sie können nicht mehr reden.

13Weil ich denn geharret habe, und sie konnten nicht reden (denn sie stehen still und antworten nicht mehr),

14will doch ich mein Teil antworten und will meine Kunst beweisen.

15Denn ich bin der Rede so voll, daß mich der Odem in meinem Bauche ängstet.

16Siehe, mein Bauch ist wie der Most, der zugestopfet ist, der die neuen Fässer zerreißet.

17Ich muß reden, daß ich Odem hole; ich muß meine Lippen auftun und antworten.

18Ich will niemandes Person ansehen und will keinen Menschen rühmen.

19Denn ich weiß nicht, wo ich's täte, ob mich mein Schöpfer über ein kleines hinnehmen würde.

20Höre doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte!

21Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde.

22Mein Herz soll recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand sagen.