1wie ich war zur Zeit meiner Jugend, da Gottes Geheimnis über meiner Hütte war;
2da der Allmächtige noch mit mir war und meine Kinder um mich her;
3da ich meine Tritte wusch in Butter, und die Felsen mir Ölbäche gossen;
4da ich ausging zum Tor in der Stadt und ließ meinen Stuhl auf der Gasse bereiten;
5da mich die Jungen sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir aufstunden;
6da die Obersten aufhöreten zu reden, und legten ihre Hand auf ihren Mund;
7da die Stimme der Fürsten sich verkroch, und ihre Zunge an ihrem Gaumen klebte.
8Denn welches Ohr mich hörete, der preisete mich selig, und welches Auge mich sah, der rühmte mich.
9Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der keinen Helfer hatte.
10Der Segen des, der verderben sollte, kam über mich; und ich erfreuete das Herz der Witwe.
11Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein Recht war mein fürstlicher Hut.
12Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Füße.
13Ich war ein Vater der Armen; und welche Sache ich nicht wußte, die erforschete ich.
14Ich zerbrach die Backenzähne des Ungerechten und riß den Raub aus seinen Zähnen.
15Ich gedachte: Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel machen wie Sand.
16Meine Saat ging auf am Wasser; und der Tau blieb über meiner Ernte.
17Meine HERRLIchkeit erneuerte sich immer an mir; und mein Bogen besserte sich in meiner Hand.
18Man hörete mir zu, und schwiegen und warteten auf meinen Rat.
19Nach meinen Worten redete niemand mehr; und meine Rede troff auf sie.
20Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperreten ihren Mund auf als nach dem Abendregen.
21Wenn ich sie anlachte, wurden sie nicht zu kühn darauf, und das Licht meines Angesichts machte mich nicht geringer.
22Wenn ich zu ihrem Geschäfte wollte kommen, so mußte ich obenan sitzen und wohnete wie ein König unter Kriegsknechten, da ich tröstete, die Leid trugen.
23Nun aber lachen mein, die jünger sind denn ich, welcher Väter ich verachtet hätte, zu stellen unter meine Schafhunde,
24welcher Vermögen ich für nichts hielt, die nicht zum Alter kommen konnten,
25die vor Hunger und Kummer einsam flohen in die Einöde, neulich verdorben und elend worden,